Landtagsbeschluss für Beteiligung des Landes an Mehrkosten und Abschaffung des Schienenbonus
09. Dezember 2011
Stuttgart 21 wird weitergebaut und daneben geht es auch mit der Rheintalbahn voran. So hat Bahn-Chef Rüdiger Grube im November angekündigt, dass nach der Entscheidung über einen Antrag auf Planänderung für den Rastatter Tunnel in absehbarer Zeit mit dessen Bau begonnen wird, „der Tunnel kommt“, so Grube wörtlich.
Die CDU-Landtagsfraktion hatte den Minister für Verkehr und Infrastruktur, Winfried Herrmann, von Beginn seiner Amtszeit an aufgefordert, die Zusagen der CDU-geführten alten Landesregierung zu bestätigen. Gestern hat jetzt der Landtag in dem Beschluss die Beteiligung des Landes in Höhe von bis zu 50 % der Mehrkosten bestätigt.
Außerdem hat der Landtag eine Forderung übernommen, die bereits 2005 von den Regionalverbänden Südlicher Oberrhein und Hochrhein-Bodensee in einer „Botschaft“ zum Schienenlärm erhoben worden ist. Schebesta hatte diese Botschaft für die Abgeordneten der CDU mit unterzeichnet. Danach soll der Schienenbonus abgeschafft werden, mit dem die Bahn Schienenstrecken ohne Lärmschutz bauen darf, obwohl ein Lärmpegel erreicht wird, der z.B. bei einer Straße nicht mehr zulässig wäre. Die Abschaffung dieser Begünstigung ist auf Bundesebene angekündigt. Schebesta sagte in der Debatte, die höheren Anforderungen zum Schutz der Menschen müssten auch schon für den Bau des dritten und vierten Gleises an der Rheintalbahn berücksichtigt werden.



