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Mitgliederparteitag der Bezirks-CDU nimmt Anträge von Volker Schebesta zum Bildungspapier der CDU Deutschlands an

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Die CDU Südbaden hat sich auf einem Mitgliederparteitag für Änderungen am Leitantrag des CDU-Bundesvorstands „Bildungsrepublik Deutschland“ für den Bundesparteitag im November in Leipzig ausgesprochen. Entsprechend der angenommenen Anträge soll zum Thema Schulstruktur festgehalten werden, dass für die CDU die Qualität in den Schulen entscheidend ist, nicht die Struktur. Diese Qualität könne nicht nur in dem vom Bundesvorstand vorgeschlagenen Zwei-Wege-Modell aus Gymnasium und Oberschule, sondern auch in einem weiter differenzierten Schulsystem erreicht werden. Damit folgten die anwesenden Mitglieder Anträgen von Volker Schebesta.

Die Bundes-CDU hat in ihrem Leitantrag vorgeschlagen, dass die CDU für die Einführung eines Zwei-Wege-Modells eintreten soll. In der Oberschule solle der Hauptschul- und der Realschulgang miteinander verbunden werden. Für die CDU Südbaden ist aber schulischer Erfolg für leistungsstarke und leistungsschwache Schülerinnen und Schüler auch in der Vielfalt von Bildungsgängen wie Hauptschule, Realschule und Gymnasium möglich.

Schebesta wies als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Bildungsexperte darauf hin, dass in Baden-Württemberg schon an rund 70 Standorten schon die Bildungsgänge von Haupt- und Realschule in Verbundschulen organisiert sind. Allerdings habe die CDU-geführte Landesregierung in unserem Land im Unterschied zu anderen Bundesländern als Antwort auf die demographische Entwicklung die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Werkrealschule auf den Weg gebracht. Auch hier ist neben dem Hauptschulabschluss ein mittlerer Bildungsabschluss zu erreichen, allerdings soll die Realschule daneben bestehen bleiben.

Deutlich kritisierte Schebesta die neue Kultusministerin Warminiski-Leitheußer (SPD). Sie hatte vorgeschlagen, mit der Fremdsprache in der Grundschule erst in Klasse drei zu beginnen. Der Offenburger Landtagsabgeordnete sagte, es sei richtig, dass auch in der Grundschule für Kinder mit Sprachförderbedarf weitere Angebote gemacht werden müssten. Die Ministerin solle sich aber dafür einsetzen, dass für eine Gruppe von Kindern zusätzliche Mittel bereit stünden und nicht ein Angebot für alle gestrichen werden müsse. Bis zu einem Alter von 10 Jahren lernen Kinder noch eher durch Nachahmung. Diese frühe Beschäftigung mit einer Fremdsprache bringe viele Vorteile. So werden Kompetenzen im Sprachenlernen erworben und Interesse an Fremdsprache(n) geweckt.

© Volker Schebesta 2012